Hans Dienstknecht – Ausgewählte Werke
Blog - Lesenswertes
Frieden beginnt im Kleinen | Oktober 2026
Es gibt Zeiten, in denen uns vieles beschäftigt. Wenn wir auf die Welt schauen, begegnen uns Konflikte und Unsicherheiten, und vielleicht fragen wir uns, was die kommende Zeit bringen wird. Auch im persönlichen Alltag gibt es Sorgen und Herausforderungen, auf die wir nicht immer sofort eine Antwort finden.
Wir können nicht alles beeinflussen, was um uns herum geschieht. Doch wir können darauf achten, wie wir selbst mit den Dingen umgehen.
Was wir selbst beitragen können
Wir wünschen uns Frieden, Verständnis und einen respektvollen Umgang miteinander. Gleichzeitig gelingt es uns nicht immer, selbst so zu handeln, wie wir es uns eigentlich vorgenommen haben.
Vielleicht reagieren wir ungeduldig, halten an unserer Meinung fest oder finden nicht die richtigen Worte. Das gehört zum Menschsein. Entscheidend ist, ob wir bereit sind, unser Verhalten zu überdenken und dort etwas zu verändern, wo wir selbst etwas zum Guten beitragen können.
Frieden entsteht nicht allein dadurch, dass wir ihn uns wünschen. Er braucht auch unsere Bereitschaft, Unfrieden abzubauen und anderen mit mehr Verständnis zu begegnen.
Das bedeutet nicht, dass wir alles hinnehmen müssen. Aber wir können uns fragen, welchen Beitrag wir selbst zu einem friedlicheren Miteinander leisten können – in der Familie, im Freundeskreis und überall dort, wo wir anderen Menschen begegnen.
Ein Gedanke aus der Märchentrilogie Vollmondkinder
Auch Anna Swedenborg greift in ihrer spirituellen Märchentrilogie Vollmondkinder die Frage auf, wie Frieden entstehen kann. Im Kapitel „Unfrieden“ heißt es:
„Es genügt nicht, den Frieden zu bejahen, ihn herbeizusehnen und darum zu bitten. Das Wichtigste ist, in den inneren Spiegel zu blicken, das eigene Handeln zu überdenken und sich zu fragen: Was kann ich ändern und abstellen, was die Existenz von Frieden bisher gehemmt hat?“
Ein Gedanke, der dazu einlädt, nicht nur auf das zu schauen, was sich in der Welt verändern müsste, sondern auch auf das, was wir selbst zu einem friedlicheren Miteinander beitragen können.
Frieden im eigenen Alltag leben
Wir müssen nicht vollkommen sein. Wir dürfen Fehler machen, dazulernen und immer wieder neu beginnen.
Vielleicht beginnt Frieden genau dort: in der Bereitschaft, das eigene Denken und Handeln ehrlich anzuschauen und im Alltag kleine Schritte zu gehen.
Wir können nicht alles verändern, was in der Welt geschieht. Aber wir können dazu beitragen, dass Verständnis, Rücksichtnahme und Menschlichkeit in unserem Umfeld ihren Platz behalten.
Herzlichst
Ihr Månsken-Team
Was tragen wir eigentlich mit uns? | September 2026
Manchmal lohnt es sich, im eigenen Leben einen Moment innezuhalten und sich zu fragen: Was trage ich eigentlich alles mit mir herum? Nicht nur das, was wir brauchen und was uns auf unserem Weg begleitet. Sondern auch Dinge, die längst schwer geworden sind. Eine Enttäuschung, die wir noch nicht vergessen haben. Eine Erwartung an einen Menschen, die sich nicht erfüllt hat. Eine Angst, die uns immer wieder zurückhält. Schuldgefühle. Minderwertigkeitsgefühle. Oder vielleicht etwas, das wir einfach nicht loslassen können. Wir tragen manches davon schon so lange mit uns, dass wir das Gewicht kaum noch wahrnehmen. Hans Dienstknecht beschreibt dafür in seinem Buch Das absolute Rezept oder Lasst den Lotsen an Bord ein schönes Bild: den „Standard-Rucksack“. Wir sind unterwegs und möchten einen schwierigen Weg weitergehen. Doch der Rucksack, den wir tragen, macht manche Schritte schwerer, als sie eigentlich sein müssten. Die Lösung besteht nicht darin, immer stärker zu werden und noch mehr Kraft aufzubringen. Vielleicht lohnt es sich zunächst, einmal nachzusehen, was sich überhaupt in unserem Rucksack befindet. Denn wir müssen nicht alles, was einmal zu unserem Leben gehört hat, für immer mitnehmen. Manches dürfen wir anschauen. Manches dürfen wir verstehen. Manches dürfen wir vergeben lernen. Und manches dürfen wir loslassen. Gerade das Loslassen fällt uns oft nicht leicht. Warum halten wir an etwas fest, von dem wir vielleicht längst wissen, dass es uns belastet? Vielleicht, weil wir noch nicht wissen, was kommt, wenn wir es loslassen. Im Buch heißt es dazu: „Das Festhalten hängt immer damit zusammen, dass wir noch nicht wissen, was wir als Ersatz dafür erhalten, wenn wir das alte loslassen.“ Ein Gedanke, der mich zum Nachdenken gebracht hat. Vielleicht geht es beim Loslassen deshalb auch um Vertrauen. Darum, darauf zu vertrauen, dass nicht alles verloren ist, nur weil wir etwas nicht mehr festhalten. Und vielleicht müssen wir auch gar nicht unseren ganzen Rucksack auf einmal auspacken. Vielleicht reicht zunächst ein einziges Gepäckstück. Eine alte Verletzung. Eine Erwartung. Ein Vorwurf. Eine Angst. Oder etwas, das wir schon lange mit uns tragen, obwohl wir spüren, dass es uns nicht mehr guttut. Was wäre, wenn wir uns heute einmal ganz in Ruhe fragen: Was darf in meinem Leben leichter werden? Vielleicht finden wir nicht sofort eine Antwort. Aber allein diese Frage kann etwas in Bewegung bringen. Innere Arbeit bedeutet nicht, dass wir von heute auf morgen ein anderer Mensch werden müssen. Sie kann ganz klein beginnen: mit dem ehrlichen Blick auf uns selbst, mit einer neuen Erkenntnis, mit einem Schritt, den wir bisher nicht gehen konnten. Und vielleicht entdecken wir dabei, dass unser Weg nicht unbedingt leichter wird, weil es weniger Herausforderungen gibt. Sondern weil wir lernen, weniger unnötiges Gewicht mitzunehmen. Vielleicht ist gerade jetzt ein guter Zeitpunkt, einmal in den eigenen Rucksack zu schauen. Ihr Månsken-Team
























