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LESENSWERTES

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Was tragen wir eigentlich mit uns?

Manchmal lohnt es sich, im eigenen Leben einen Moment innezuhalten und sich zu fragen:
Was trage ich eigentlich alles mit mir herum?

Nicht nur das, was wir brauchen und was uns auf unserem Weg begleitet. Sondern auch Dinge, die längst schwer geworden sind.

Eine Enttäuschung, die wir noch nicht vergessen haben.
Eine Erwartung an einen Menschen, die sich nicht erfüllt hat.
Eine Angst, die uns immer wieder zurückhält.
Schuldgefühle.
Minderwertigkeitsgefühle.
Oder vielleicht etwas, das wir einfach nicht loslassen können.

Wir tragen manches davon schon so lange mit uns, dass wir das Gewicht kaum noch wahrnehmen.

Hans Dienstknecht beschreibt dafür in seinem Buch Das absolute Rezept oder Lasst den Lotsen an Bord ein schönes Bild: den „Standard-Rucksack“.

Wir sind unterwegs und möchten einen schwierigen Weg weitergehen. Doch der Rucksack, den wir tragen, macht manche Schritte schwerer, als sie eigentlich sein müssten.

Die Lösung besteht nicht darin, immer stärker zu werden und noch mehr Kraft aufzubringen.

Vielleicht lohnt es sich zunächst, einmal nachzusehen, was sich überhaupt in unserem Rucksack befindet.

Denn wir müssen nicht alles, was einmal zu unserem Leben gehört hat, für immer mitnehmen.

Manches dürfen wir anschauen.
Manches dürfen wir verstehen.
Manches dürfen wir vergeben lernen.
Und manches dürfen wir loslassen.

Gerade das Loslassen fällt uns oft nicht leicht.

Warum halten wir an etwas fest, von dem wir vielleicht längst wissen, dass es uns belastet?

Vielleicht, weil wir noch nicht wissen, was kommt, wenn wir es loslassen.

Im Buch heißt es dazu:

„Das Festhalten hängt immer damit zusammen, dass wir noch nicht wissen, was wir als Ersatz dafür erhalten, wenn wir das alte loslassen.“

Ein Gedanke, der mich zum Nachdenken gebracht hat.

Vielleicht geht es beim Loslassen deshalb auch um Vertrauen.

Darum, darauf zu vertrauen, dass nicht alles verloren ist, nur weil wir etwas nicht mehr festhalten.

Und vielleicht müssen wir auch gar nicht unseren ganzen Rucksack auf einmal auspacken.

Vielleicht reicht zunächst ein einziges Gepäckstück.
Eine alte Verletzung.
Eine Erwartung.
Ein Vorwurf.
Eine Angst.
Oder etwas, das wir schon lange mit uns tragen, obwohl wir spüren, dass es uns nicht mehr guttut.

Was wäre, wenn wir uns heute einmal ganz in Ruhe fragen:
Was darf in meinem Leben leichter werden?

Vielleicht finden wir nicht sofort eine Antwort.
Aber allein diese Frage kann etwas in Bewegung bringen.

Innere Arbeit bedeutet nicht, dass wir von heute auf morgen ein anderer Mensch werden müssen. Sie kann ganz klein beginnen: mit dem ehrlichen Blick auf uns selbst, mit einer neuen Erkenntnis, mit einem Schritt, den wir bisher nicht gehen konnten.

Und vielleicht entdecken wir dabei, dass unser Weg nicht unbedingt leichter wird, weil es weniger Herausforderungen gibt.
Sondern weil wir lernen, weniger unnötiges Gewicht mitzunehmen.

Vielleicht ist gerade jetzt ein guter Zeitpunkt, einmal in den eigenen Rucksack zu schauen.

Ihr Månsken-Team

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Hans Dienstknecht · Das absolute Rezept oder Lasst den Lotsen an Bord ·​​

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